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Das Warten geht weiter
Geschrieben von admin   
Samstag, 21. Januar 2012

ImageNach der 3:4 (1:0,1:3,1:1) Niederlage gegen Preussen Berlin geht für die Wild Boys und die treuen Fans das Warten auf den ersten Sieg unter Interimscoach Torsten Hofmann leider weiter.

Nach den letzten Niederlagen verliefen sich nur noch etwas mehr als 300 Zuschauer im Chemnitzer Eisstadion, aber die sahen von Anfang an ein Spiel, wo mit offenen Karten gespielt wurde. Beide Teams taktierten nicht lange, sondern zeigten gleich dass sie eigentlich gewillt waren das Spiel zu gewinnen. So brauchte man auch nicht lange auf die ersten Chancen warten und beide Goalies wurden schnell warm geschossen. In der dritten Minute die erste Strafzeit für die Chemnitzer, aber trotzdem hätte in dieser Unterzahl Michal Vymazal mit einem Alleingang sogar für die Führung der Wild Boys machen können. Aber er fand in Gästegoalie Steven Kügow seinen Meister Die Gäste hatten zu Beginn vielleicht mehr Chancen aber die größeren hatten die Wild Boys.. So verpasste in der 12.Minute Tobias Rentzsch das 1:0 zu markieren. Michal Vymazal legte vor dem Tor der Preussen quer, aber Tobias Rentzsch bekam den Schläger nicht an die Scheibe. Nur zwei Minuten später zeigte Michal Vymazal wie es besser gemacht wird und die Chemnitzer gingen mit 1:0 in Führung. Als dann mit Jeffrey MacPhee, der Berliner Strafbankkönig (101 Min in 17 Spielen) wieder einmal die Kühlbox aufsuchen musste, hatten die Wild Boys die große Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen. Doch wie schon in den letzten Spielen oft gesehen, wurden große Chancen überhastet vergeben. So ging es mit dem knappsten aller Ergebnisse in die erste Drittelpause.
Im zweiten Drittel waren die Gäste zunächst das aktiviere Team, dennoch kamen die Wild Boys zu weiteren guten Kontermöglichkeiten. Erst ein Schuss von der blauen Linie durch den DEL-erfahrenen Nils Watzke sorgte für den nicht unverdienten Ausgleich der Preussen. Anstatt sich jetzt zu konzentrieren nahmen die Chemnitzer, bei denen Eric Haiduk und seit den zweiten Drittel auch Jörg Pohling fehlten, nicht eine Auszeit an der Bank, sondern wieder mal eine spielerische Auszeit. So konnten die Gäste binnen 59 Sekunden  durch Tore von Jeffrey MacPhee  und Kay Hurbanek mit 3:1 in Führung gehen. Allerdings war das 2:1 begünstigt durch eine Strafe von Felix Schümann, bei welcher sich die Zuschauer wohl immer noch nicht einig sind, ob es überhaupt Eine war. Nach diesem Doppelschlag wurden die Chemnitzer endlich wieder wach und kamen wenig später durch Michael Stiegler wieder auf ein Tor heran. Noch im zweiten Drittel hatte Kevin Geier den Ausgleich auf dem Schläger, doch sein Geschoss fand nur den Weg an den Pfosten des Berliner Gehäuses.
Nun waren die Chemnitzer im letzten Drittel wieder einmal gefordert und das Team versuchte einiges um den Spiess noch umzudrehen. Allerdings konnte auch diesmal die zuletzt mangelnde Chancenverwertung nicht abgestellt werden. In einem fairen Spiel kam es in der 47. Minute zu Aufregung bei allen Beteiligten. Zunächst blieb ein Berliner Spieler auf dem Eis liegen und da die Schiedsrichter keine Unsportlichkeit erkannten, lief die Partie weiter. Erst als der Spieler nicht wieder aufstand und auch Blut zu erkennen war, unterbrachen die Unparteischen das Spiel.  Nun war aber guter Rat teuer beim Trio in schwarz-weiß. Nach langen Beratungen entschloss man sich dann Maurice Voigt mit einer 5 plus Spieldauerstrafe zu belegen, wobei nicht geklärt werden konnte was überhaupt passiert war. Somit hieß es für die Wild Boys nun auch noch fünf Minuten in Unterzahl zu überstehen. Mit einem Mann weniger schafften die Chemnitzer dann, was sie bei Fünf gegen Fünf nicht zu Stande brachten. Nach Zuspiel von Michal Vymazal war Felix Schümann zur Stelle und besorgte den viel umjubelten Ausgleich. Nun hatten die beide Teams noch neun Minuten Zeit um das Spiel für sich zu entscheiden. Genau zwei Minute nach dem Ausgleich war es aber Kim-Joel Krüger, der die Gäste erneut in Führung brachte. Jetzt waren wiederum die Chemnitzer gefragt und bekamen fünf Minuten vor Ultimo noch einmal eine Überzahlchance, welche allerdings erneut ungenutzt blieb. Die Schlussphase war nur noch das bekannte Spiel auf ein Tor, bei welcher Sekunden vor Ende Steven Kügow den Gästen mit einem Superreflex  die drei Punkte rettete.  Zu diesem Zeitpunkt hatte Patrick Fücker schon längst seinen Kasten verlassen, doch auch dies sollte nichts mehr nutzen. Nach dieser unnötigen Niederlage sind die Chemnitzer mitten drin im Kampf um die Plätze 5 bis 9.
Dennoch fand Gästecoach Stefan Mann nach der Partie lobende Worte für die Chemnitzer Cracks, die trotz der bekannten Situation um den Verein mit Herz und Leidenschaft spielen.
Zu den besten Spielern des Abends wurden bei den Wild Boys Patrick Fücker und bei den Preussen Vincent Scarsella gewählt.
Nun heißt schon heute bei den Jonsdorfer Falken, die überraschend einen Punkt bei FASS Berlin holen konnten,  endlich zu punkten, um das Wochenende noch zu retten.      
     
Stimmen zum Spiel
    
Wild Boys Chemnitz
Tor: Fücker
Verteidigung: Dvorak, Kohlstrunk, Frank,M., Pohling, Frank,K. Neubert, Voigt
Sturm: Schümann, Vymazal, Hofverberg, Wunderlich, Geier, Rentzsch, Stiegler, Uhlig

Wild Boys Chemnitz – Preussen Berlin     3:4 (1:0,1:3,1:1)

1:0 (13:52)  Vymazal (Schümann, Geier)

1:1 (25:23)  Watzke (Jentzsch)
1:2 (30:23)  MacPhee (Scarsella, Pritykin)
1:3 (31:22)  Hurbanek (Scarsella, Grunwald,P.)   5-4 PP
2:3 (35:18)  Stiegler (Uhlig, Frank,K.)

3:3 (50:43)  Schümann (Vymazal, Kohlstrunk)   4-5 UZ
3:4 (52:43)  Krüger (Leers)

Strafminuten: 11 + 20 für Voigt / 6

 
 
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