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Schon im November 2011 konnten die Wild Boys eine Negativserie von fünf Niederlagen mit einem Sieg gegen die Jonsdorfer Falken beenden. Auch diesmal, standen fünf sieglose Partien zu Buche und wieder hieß der Gegner Jonsdorf. Mit einem 6:3 (1:1,2:1,3:1) Sieg im Falkenhorst konnte auch diese Flaute beendet und der erste Sieg unter Interimscoach Torsten Hofmann gefeiert werden.
Die erste Überraschung erlebten Spieler und Fans bei der Anreise kurz hinter Bautzen, als ein plötzlicher Wintereinbruch für widrige Straßenverhältnisse sorgte. Dennoch war man pünktlich vor Ort und konnte so eine optimale Vorbereitung durchführen. Während die Chemnitzer auf Eric Haiduk, Roman Kondelik und den gesperrten Maurice Voigt verzichten mussten, fehlte bei den Oberlausitzern Heikki Tiihonen sowie der zuletzt treffsichere Neuzugang Tomas Hruby. Warum die Falken, bei denen vier weitere Ausländer im Kader stehen, dann nur auf Milan Buda zurückgriffen, werden sie wohl nur selbst wissen. Wie schon beim Freitagsspiel der Wild Boys begannen auch diesmal beide Teams, vor nicht einmal 300 Zuschauer, das Spiel offensiv. Es wurde gleich von Beginn an das 1:0 gesucht, welche für die nötige Ruhe im Spiel sorgen sollte. Die ersten Chancen ließen auch nicht lange auf sich warten, zumal die Gastgeber eine frühe Strafzeit kassierten. Diese sollte eigentlich die Führung der Blau-Gelben bringen. Die Scheibe lief sehr gut bei den Chemnitzern und die Defensive der Falken wurde kräftig beschäftigt. Leider stand wieder einmal der Pfosten im Weg und so blieb es zunächst weiterhin torlos. Besser machten es die Jonsdorfer, die ihre erste Überzahl durch den Weißwasseraner Föli Andreas Baumer zum 1:0 nutzen konnten. Davon wenig beeindruckt machten die Wild Boys weiter ihr Spiel und kamen noch im ersten Drittel zum verdienten Ausgleich. Dabei merkte man dem Torschütze Kevin Geier beim Jubel an, welche Last von ihm jetzt abfiel, hätte er doch das verlorene Freitagsspiel im Alleingang gewinnen können. Die ersten fünf Minuten des Mitteldrittels gehörten eindeutig den Falken. Doch die Ungenauigkeit im Abschluss konnte die Chemnitzer Defensive wenig erschüttern. Einzig einmal wurde es richtig brenzlig, doch Jörg Pohling konnte den Puck für den schon geschlagenen Patrick Fücker aus der Gefahrenzone befördern. Mitte des Drittels die nächste Überzahl für die Wild Boys, welche durch Roman Wunderlich zur erstmaligen Führung genutzt wurde. Die Jonsdorfer versuchten nun verzweifelt den Ausgleich zu erzielen, blieben aber weiterhin harmlos im Abschluss. Selbst eine Einladung, in Form des leeren Chemnitzer Tores, wurde von den Falken ausgelassen. In der 37.Minute gelang ihnen dann aber doch der 2:2 Ausgleich durch einen Mathias Kohl, der einen Nachschuss im Netz unterbringen konnte. Die letzten beiden Minuten durften die Wild Boys wieder in Überzahl spielen und wieder klingelte es bei Dustin Haloschan. Die Chemnitzer ließen die Scheibe laufen, bis Jörg Pohling freie Bahn hatte und den Puck ins obere Ecke knallte. Dieser Treffer 30 Sekunden vor der Pause schien den Falken endgültig das Genick gebrochen zu haben. Im Schlussabschnitt mussten die Wild Boys zunächst ganze vier Minuten in Unterzahl agieren, da aber den harmlosen Jonsdorfern wenig einfiel, konnten sich die Chemnitzer immer wieder befreien und überstanden auch diese Situation schadlos. Gerade als Jörg Pohling von der Strafbank kam, wurde ihm die Scheibe zugespielt und wieder ging es ab Richtung Falkentor. Es entwickelte sich der schönste Spielzug des Tages, wobei die Chemnitzer am Ende aber in Schönheit starben. Anstatt den Puck einfach ins Netzt zu knallen, wollten sie zu Dritt den Goalie ausspielen und eine 1000-prozentige war dahin. Ein Doppelschlag von Kevin Geier und Tobias Rentzsch binnen 100 Sekunden sorgte dann aber endlich für die Entscheidung. Während die ersten Zuschauer bereits das Stadion verließen, konnte Pavel Vait noch einmal auf 5:3 verkürzen. Wer nun auf eine Auszeit der Jonsdorfer wartete, der sah sich einmal mehr getäuscht. Die Gastgeber schienen sich also mit der Niederlage abgefunden zu haben. Erst als mit Esa Hofverberg noch einmal ein Chemnitzer in die Kühlbox musste, nahmen die Falken die erwartete Auszeit. Doch auch diese Unterzahl spielten die Wild Boys clever über Zeit. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte dann Michal Vymazal, 15 Sekunde vor Ende, mit seinem Treffer zum 6:3 Endstand. Als nächstes geht es nun am kommenden Sonntag (29.01., 17:00 Uhr) zum vorerst letzten Derby nach Schönheide. Die zuletzt nicht gerade mit Erfolg verwöhnten Wölfe gewannen gestern ihr Spiel in Leipzig mit 5:4 und konnten somit die Rote Laterne nach Jonsdorf abgeben. Wild Boys Chemnitz Tor: Fücker Verteidigung: Dvorak, Kohlstrunk, Frank,M., Pohling, Frank,K. Neubert Sturm: Schümann, Vymazal, Hofverberg, Wunderlich, Geier, Rentzsch, Stiegler, Uhlig Jonsdorfer Falken - Wild Boys Chemnitz 3:6 (1:1,1:2,1:3) 1:0 (8:30) Baumer (Kohl, Vait) 5-4 PP 1:1 (16:12) Geier (Uhlig, Pohling) 1:2 (31:35) Wunderlich (Pohling, Hofverberg) 5-4 PP 2:2 (36:22) Kohl (Buda, Geisseler) 2:3 (39:30) Pohling (Hofverberg, Geier) 5-4 PP 2:4 (48:52) Geier (Hofverberg, Wunderlich) 2:5 (50:32) Renntzsch (Vymazal, Schümann) 3:5 (56:42) Vait (Buda, Hähnel) 3:6 (59:45) Vymazal (Hofverberg, Rentzsch) Strafminuten: 8 / 12 |